Zehn Dinge, die Du in Kalabrien gemacht haben solltest

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Hallo Ihr Lieben,

nach einer Zeit voller Reisen besinne ich mich die kommenden zwei Wochen nun erstmal wieder auf meine Heimatstadt Dresden. Doch zuvor wollte ich unbedingt diesen Post mit Euch teilen. „Frischer“ Content quasi bevor die Erinnerungen beginnen zu verblassen. Vielleicht steht bei dem Einen oder Anderen ja der Urlaub in Kalabrien kurz bevor und diese Tipps helfen Euch weiter.


Kalabrien ist die südlichste Festlandregion Italiens, quasi die Stiefelspitze. Da die öffentlichen Verkehrsmittel dort sehr unregelmäßig und sporadisch fahren, haben wir uns am Flughafen in Lamezia Terme für die komplette Woche einen Mietwagen genommen. Der ist definitiv Voraussetzung, um Kalabrien zu entdecken und nicht nur am Strand abzugammeln.

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1. Tartufo Eis in Pizzo 

Das Tartufo-Eis, ein mit flüssiger Schokolade gefülltes Vanilleeis, welches wiederum mit Schokoeis umhüllt und Kakaopulver besteubt ist, kennt Ihr sicher auch aus deutschen Eisdielen. Seinen Ursprung soll es in Pizzo, einer kleinen Gemeinde in Kalabrien haben. Dort streiten sich die Gelatiere noch heute darum, wer die Delikatesse erfunden hat und das beste Eis macht. Auf dem Piazza della Repubblica habt Ihr die Qual der Wahl um die Delikatesse zu probieren.

Kosten: Tartufo Eis ab ca. 5€
Adresse: Piazza della Repubblica, 89812 Pizzo VV

2. Beachday am Strand von Tropea

Eines der wohl schönsten Urlaubsparadiese in Kalabrien ist Tropea. Die kleine Stadt hat Charme und nebst auch einen wunderschönen Strand zu bieten. Von der kleinen Bergkirche Santa Maria dell`Isola könnt Ihr die Küste überblicken und das schönste Plätzchen an dem feinen weißen Sandstrand mit azurblauem Wasser schonmal anpeilen.

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Kosten: Der Strand ist kostenlos zugänglich, Parkplätze findet Ihr allerdings nur gegen Gebühr. Liegen und Sonnenschirme könnt Ihr Euch bei verschiedenen Anbietern mieten, genau so wie JetSki oder Tretboot. Es gibt aber auch große Strandabschnitte, an denen Ihr Euch euer eigenes Equipment mitbringen könnt.
Adresse: Via Lungomare, 89861 Tropea VV

3. Durch Olivenhaine reiten

Kalabrien hat aber nicht nur schöne Küstenabschnitte mit Traumstränden, sondern auch ein üppig grünes und wunderschönes Inland. Hier wächst u.a. die seltene Zitronensorte „Bergamotte“, die ich so sehr in der Bionade liebe.

Wer nicht so gut zu Fuß ist oder wie wir nicht zu den Wanderfreunden zählt, erkundet die Region zum Beispiel mit dem Pferd. Reitet gemeinsam vorbei an Wasserfällen, durch ausgetrocknete Flussbetten und Olivenhaine und macht ein Picknick mit kalabresischen Spezialitäten im Schatten von Orangen- und Zitronenbäumen. Klingt toll? Ist es auch!

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Angeboten werden die Touren ganz privat von kleinen Agriturismi aber z.B. auch von der „Cooperativa Segreti Mediterranei„.

Kontakt: Cooperativa Segreti Mediterranei Tel. 33 38 34 28 66
Kosten: Hier kann ich Euch leider keine Preise nennen, da sie je nach Teilnehmerzahl und Reiterfahrungen variieren können. Bei Agriturismi ist es deutlich günstiger und familiärer.

4. Schwefelbad nehmen

Aufgrund der Plattentektonik in der Region entstand eine Vulkankette, die sich vom Vesuv bis zum Ätna erstreckt. Auch wenn inzwischen fast alle Vulkane schlummern oder nur leicht aktiv sind, finden sich mancherorts noch heiße Schwefelquellen. Und weil Schwefelwasserstoff eine heilende Wirkung nachgesagt wird, solltet Ihr ein Schwefelbad unbedingt ausprobieren.

Es erwartet euch ca. 30 Grad heißes Thermalwasser in dem Ihr baden und Euch eine Packung aus dem Heilschlamm machen könnt. Diese lässt man in der Sonne einwirken und trocknen ehe man zum Abspülen ins nahegelegene Meer oder unter die Dusche geht. Ein bisschen Überwindung kostet es auf jeden Fall, denn Schwefelwasserstoff riecht ziemlich übel. Leider haftet der Geruch auch nach ausgiebigem Duschen noch etwa einen Tag an eurer Haut und den Badesachen. Deshalb: nicht den schicksten Bikini anziehen.

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Wem die Schlammpackung too much ist, der sollte stattdessen die „Gurna di Caronte“  besuchen. Der kristallklare Quelteich ist wildromantisch.

Kosten: Auf Vulcano bezahlt ihr 4€ Eintritt pro Person und für die Dusche kommen jeweils 2€ hinzu. Im Quelteich könnt Ihr dank einer privaten Initiative kostenlos baden, wobei jedoch um eine Spende gebeten wird.
Adresse:  Für das Schwefelbad auf Vulcano habe ich leider keine Adresse gefunden. Wenn Ihr mit dem Boot anlegt, folgt dem Touristenstrom. Oder einfach der Nase nach 😉
Gurna di Caronte, Contrada Caronte, 88046 Lamezia Terme

5. Ausflug auf die Äolischen Inseln 

Nördlich von Sizilien und ca. 2 1/2 Stunden mit dem Schnellboot von Tropea entfernt, befinden sich die Äolischen Inseln. Sie zählen seit 2000 zum Weltnaturerbe, weshalb sie jeden Tag von vielen Touristen bereist werden. Die Inseln halten das oben beschriebene Schwefelbad auf Vulcano, schwarze Strände auf Stromboli sowie süße Boutiquen und Cafés auf Lipari für Euch bereit. Stromboli hat zudem noch eine weitere Attraktion, den gleichnamigen, einzig ständig aktiven Vulkan Europas. Vor allem nachts ist das Lavaspeien sehr gut zu sehen und ein einmaliges Erlebnis. Auf dem Wasser ankern die Ausflugsboote direkt vor der gewaltigen Feuerstraße, an dessen Fuß die Lava ins Meer fließt.

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Auch wandern lässt es sich auf den Äolischen Inseln sehr gut. Mögliche Ziele könnten dafür die Bimssteinbrüche oder die antike Akropolis auf Lipari sein.

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Kosten: Ausflugsboote bringen Euch an mind. 3 Tagen in der Woche von Tropea auf die Äolischen Inseln und wieder zurück. Ihr könnt die Inseln aber auch von Neapel und verschiedenen Häfen Sizilien´s erreichen. Dafür müsst Ihr etwa 40€ berappen. Tickets werden direkt im Hafen von Tropea, am Strand und in Touristinformationen verkauft.

6. AquaPark Odissea 2000 besuchen

Die Temperaturen in Kalabrien liegen im Sommer im Durchschnitt bei 30 Grad. Wer da mal Lust auf eine intensivere Abkühlung hat, sollte den AquaPark in Rossano besuchen. Wasserrutschen, die keine Wünsche offen lassen. Ob freier Fall, zu zweit oder allein im Reifen, mit Matte oder klassisch auf dem Hintern, jeder kommt auf seine Kosten. Außerdem gibt es ein Wellenbad, große Kinderplansch-Landschaften und ungelogen, die beste Pizza die ich in Italien gegessen habe.

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Kosten: Von Montag bis Samstag kostet der Eintritt für Erwachsene 16€ und Kinder 12€. Sonntags bezahlt ihr 22€ und 15€. Tische und Stühle inkl. Schirm findet ihr auf dem ganzen Gelände kostenlos. Hinzukommen noch 4€ für den Spint und 3€ je Sonnenliege.
Adresse: AquaPark Odissea 2000, Contrada Zolfara, Villaggio Nausicaa, 87067 Rossano
Öffnungszeiten: 10 Uhr – 18:30 Uhr von Mitte Juni bis September

7. Auf einen Cocktail ins „Le Pietre Volte“

Seid Ihr auf der Suche nach einer schönen Location um den heißen Tag geschmackvoll ausklingen zu lassen, ist das „Le Pietre Volte“ am Capo Vaticano die richtige Adresse. Egal ob zum Brunch, Mittag- oder Abendessen oder auf eine erfrischende Granita. Vor allem aber die Cocktails kann ich Euch sehr empfehlen. Auch die könnt Ihr dort im stylischen Garten genießen. Die Auswahl reicht dabei von Ginvariationen, über wechselnde Eigenkreationen des Barkeepers, bis hin zu den Lady Classics. Da sollte für jeden etwas dabei sein. 😉

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Kosten: Gehobene Gastronomie zu guten Preisen z.B. Cocktails für 6,50€.
Adresse: Le Pietre Volte, Località Tonicello snc, 89866 San Nicolò di Ricadi VV7
Öffnungszeiten: 8 Uhr – 13 Uhr und 17 Uhr bis 2 Uhr

8. Sizilienblick von Reggio di Calabria

Die ehemalige Hauptstadt Kalabriens, Reggio die Calabria, wartet mit Großstadtfeeling auf. Wer also doch mal Lust verspürt sein Geld bei Zara, Calzedonia, Stradivarius o.ä. zu lassen, muss wohl oder übel nach Reggio. Die Stadt hat jedoch noch mehr zu bieten, als eine große Shoppingstraße. Zum Beispiel die Promenade Lungomare Falcomata. Wie es in einigen Reiseführern beschrieben wird, der „schönste Kilometer Italiens“. Ein Bisschen übertrieben ist es schon, aber der Blick über die Meerenge hinüber nach Sizilien ist doch einmalig und reizvoll. Außerdem haben sich viele Beachclubs am Strand unterhalb der Promenade angesiedelt, dort lässt sich das Großstadtfeeling bei chilligen Beats und einem Strawberry Daiquiri ausgezeichnet genießen.

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Kosten: Der Blick nach Sizilien ist gratis und gleichzeitig unbezahlbar. 😉
Adresse: Lungomare Falcomata, Viale Italo Falcomata, 89125 Reggio Calabria RC

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9. Mit dem Tretboot oder Kanu in eine verlassene Bucht

Bei Tropea und am Capo Vaticano befinden sich die schönsten Strände Kalabriens. Doch weil man sie aufgrund der Steilhänge nur über wacklige und marode Holztreppen erreicht sind sehr viele von ihnen einsam und verlassen. Wesentlich einfacher als der Zugang über Land, ist es deshalb z.B. mit dem Tretboot oder Kanu übers Wasser dorthin zu gelangen.

Wir haben uns am Strand Grotticelle am Capo Vaticano ein Tretboot gemietet und brauchten nur etwa eine halbe Stunde ehe wir eine dieser romantisch einsamen Buchten erreichten. Wunderschön und so friedlich! Wer Taucherbrille und Flossen einpackt, kann dort übrigens auch gut in Grotten oder unter Felsvorsprüngen schnorcheln. Ein echter Geheimtipp!

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Kosten: Tretboot oder Kanu ca. 10€ pro Stunde
Adresse: Spiagge Grotticelle, Faro Capo Vaticano Province of Vibo Valentia

10. Canyoning in den Schluchten von Cosenza

Schneller, wilder und gefährlicher.. Meine letzte Empfehlung ist nur etwas für die Abenteuerlustigen unter Euch. Der neue Trendsport ist schon längst auch im Süden Italiens angekommen. Ihr klettert, rutscht und schwimmt durch die Canyons und an Wasserfällen entlang. Dabei werdet Ihr von einem erfahrenen Trainer begleitet und geführt. Wer in seinem Urlaub noch eine Extraportion Adrenalin benötigt, sollte sich dieses Erlebnis in mitten der unberührten Natur zwischen Castiglione und Papasidero nicht entgehen lassen. Meine Garantie: einmalig und unvergesslich!

Kosten: Über Rafting Yahoooooo bezahlt jeder 55€ wofür Neoprenanzug, Schwimmweste, Gurtzeug und Helm mit dabei sind. Selbst mitbringen müsst Ihr allerdings Badesachen und festes Schuhwerk.
Adresse: Via Guglielmo Marconi 11, 87029 Scalea CS

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Und nun wünsche ich allen Kalabrienurlaubern ein paar unvergessliche Tage. Lasst mir gern einen Kommentar da, wenn ich Euch mit meinen Tipps inspirieren konnte aber natürlich will ich auch wissen, wie es Euch gefallen hat.

Bis bald, Annegret.

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Hallo Ihr Lieben,

na wer hat am Wochenende meine Snapchat-Story verfolgt? Dann dürftet ihr ja mitbekommen haben, dass ich in Köln war und dort Farina Opoku von NOVALANALOVE getroffen habe. Es war ein wunderschöner Tag! Aber mal der Reihe nach..

IMG_9661Am Freitag fuhr ich nach meiner Arbeit nach Dresden um dort meine liebe Maria zu treffen und gemeinsam mit ihr nach Köln zu fahren. Da ich leider etwas verspätet war, kamen wir erst gegen Mitternacht im Hotel an. Nach einem Late-Night-Snack in der Lobbybar viel ich tot ins Bett. Auf der Fahrt mussten Maria und ich uns erstmal wieder den neusten  Gossip erzählen und so bekam ich kein Auge zu und war einfach mal 21 Stunden auf den Beinen.Am nächsten Morgen schliefen wir einwenig aus und machten uns nach einem ausgiebigen Frühstück dann schon auf den Weg zum Rheinauhafen. Da das Hilton direkt in der Innenstadt gelegen ist, konnten wir bis zur Location sogar zu Fuß gehen. Mit einigen Zwischenstopps bei Douglas und einer Bank, waren wir dann überpünktlich am Pe303, wo die Party steigen sollte. Wie wir später noch mehrmals feststellen sollten, war dass das Beste was uns an dem Tag passieren konnte. Während wir in der Schlange noch etwa 1 1/2 Stunden warteten lernten wir unheimlich nette Mädels kennen, mit denen die Warterei wie im Flug verging. (Liebe Grüße an euch, ich hoffe wir sehen uns mal wieder. <3)

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Und dann ging es endlich hinein.. Ich war schon echt aufgeregt und hab mich gefreut wie ein kleines Kind. Ihr müsst wissen, ich war noch nie von irgendetwas oder irgendwem ein richtiger Fan, aber Farina ist eine meiner größten Inspirationen. Ich liebe ihren Stil, ihre Einstellung zum Leben und die positiven Vibes die sie auslöst. Kurze Zeit später lagen wir uns dann schon in den Armen, konnten ihr nochmal persönlich gratulieren und unser Geschenk überreichen.

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Die Location war wunderschön hergerichtet, überall hingen Ballons und auf den Tischen standen liebevolle Blumengestecke, Cupcakes, Macarons und Cakepops. Dazu zog ein Zuckerwatte-Duft durch den Raum, dem man kaum widerstehen konnte – wenig später hatte ich die Spur auch schon gewittert und die Zuckerwattemaschine entdeckt.

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Bei guter Musik wurde erst einmal ausgelassen gefeiert, gegessen und getrunken. Anschließend rückte das Team von Melina Best an und jeder konnte sich stylen lassen. Während ich bei Melina auf dem Stuhl saß, läutete Anni die erste Tombola-Runde ein. Die Preise waren echt der Wahnsinn. So gab es z.B. ein Funkyboard als Gewinn. Nachdem ich zum ersten Mal ein solches Teil „gefahren“ bin, wollte ich es unbedingt haben, ging aber leider leer aus. Trotzdem war es toll, zu sehen was Farina und Anni für ihre Follower ermöglicht haben. Es sollte ein Dankeschön an alle sein und dass ist mehr als gelungen.

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Frisch gestylt fand ich dann auch die Gelegenheit mit Anni, der Managerin im Hintergrund, ein Bisschen zu quatschen. Sie war super sympathisch und erzählte mir von den neuen Plänen und ihrer Arbeit für Farina. Chapeau an Anni, denn was sie leistet ist echt großartig. Zu guter Letzt konnte ich nochmal mit Farina ein paar Worte wechseln und natürlich ausgiebig Selfies machen , worin sie übrigens Profi ist.

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Nach der zweiten Tombola stellten wir fest, dass die Zeit wie im Flug vergangen war. Wir  verließen die Party voller toller Eindrücke, um nachdem ganzen Süßkram wieder etwas richtiges zu essen. Obwohl wir vor dem Essen noch voller Tatendrang waren und die Afterparty-Party im Flamingo noch nicht von der Liste gestrichen war, fühlten wir uns anschließend alles andere als in der Lage zum feiern. Schweren Herzens entschieden wir uns deshalb dagegen und verbrachten den Abend noch gemütlich im Hotel.

Den Sonntag starteten wir dann etwas zeitiger und begannen unser kurzes Touriprogramm, nirgendwo geringeres als im Dom. Nach der Besichtung der 4711 Manufaktur waren wir gerade auf dem Weg zum Hard Rock Café als wir die Nachricht erhielten, dass wir mit Farina in der Kölner Zeitung seien. Das Café war vergessen und so machten wir uns stattdessen auf die Suche nach einem Kiosk und der sagenumwobenen Zeitung. Im Hauptbahnhof wurden wir schließlich fündig und hielten damit den gröhnenden Abschluss dieses wundervollen Wochenendes in den Händen. Es ging uns dabei jedoch nicht um die Tatsache das wir in der Zeitung waren, sondern einfach das ausgerechnet unser Foto, von 1500 Partygästen die 100000-e Fotos gemacht hatten, abgelichtet wurde. #everythinghappensforareason

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xoxo eure Annegret ❤

 

Mykonos Guide

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Hallo ihr Lieben,

Heute kommt nun endlich mein Mykonos-Guide. Schande über mein Haupt, denn es hat viel zu lange gedauert. Erst vor wenigen Wochen war ich in Berlin, anschließend in Kiel und seit einer Woche bin ich nun endlich mal wieder in Dresden. Bisher hatte ich also nie richtig Zeit und Ruhe, um den Post für euch zu schreiben. Jetzt sieht das Ganze für die nächste Woche allerdings anders aus, denn ich habe nochmal Urlaub. Aber genug gelabert, viel Spaß  mit meinem Guide für Mykonos! 😉


Mykonos, Greece ist eine ca. 85km² große Kykladeninsel im ägäischen Meer und für mich eines der besten Urlaubsziele für junge Leute und definitiv nicht (nur) wegen der exzessiven Parties. Die Insel bietet feinste Sandstrände, super leckeres Essen, tolle Locations, viele Shoppingmöglichkeiten und natürlich auch die verdammt guten Partys. Ein Fleckchen Erde, was für meine Begriffe noch viel zu unbekannt ist, aber gerade auch deshalb wahrscheinlich seinen Charme noch nicht verloren hat.

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Die Unterkunft:

Wir haben unsere Flüge und das Hotel über ein Reisebüro gebucht. Unsere Reiseberaterin hatte uns mehrmals verschiedene Hotels vorgestellt, doch erst im 3. Anlauf hatten wir dann DAS Hotel gefunden. Wir entschieden uns für das familiengeführte Kamari Hotel. Die Wahl war definitiv keine Schlechte, denn die Anlage wurde erst vor Kurzem renoviert. Was auch für das Hotel sprach, war die schöne und familiäre Atmosphäre. Kein Vergleich zu einer Bettenburg mit 500 oder noch mehr Zimmern, wo sich jeden Morgen die Menschenmassen zum Frühstück schieben und man mindestens 5 Minuten auf den Fahrstuhl wartet. Ein weiterer Pluspunkt – die Entfernung zu den Stränden. Da Mykonos´ Südküste sehr verschlungen ist, reiht sich eine Bucht an die Nächste. Durch die gute Lage unseres Hotels hatten wir somit die Qual der Wahl zwischen den Buchten Psarou und Platys Gialos.

Die Strände:

Paradise Beach, Super Paradise Beach:
Hier ist besonders das Partyvolk gut aufgehoben, denn die Strände schlafen nie. Party von früh bis spät ist hier das Motto. Und der Musikpegel bleibt 24h konstant. Wer nachts seine Ruhe braucht, ist hier falsch aufgehoben.

Platys Gialos, Ornos Beach:
Beide Strände zeichnen sich durch den feinen Sand, die leckeren direkt am Strand gelegenen Beachrestaurants und günstige Strandliegen aus. Sehr beliebt und dementsprechend gut gefüllt.

Ornos Beach

Kalafati:
Der Strand für Wassersportler. Wasserski, Kitesurfen, Jet Ski – Kalafati Beach ist bekannt für sein umfangreiches Angebot an Wassersportaktivitäten. Ansonsten ist am Kalafati eigentlich nichts los. Also wer es eher ruhig mag, der ist  hier richtig. Es gibt einen kleinen Bereich mit Strandliegen und Schirmen und ein mäßig gutes Restaurant, welches ich aus eigener Erfahrung nicht empfehlen kann.

Kalafati Beach

Psarou:
Der Luxusstrand – Mit 60,- € für zwei Liegen mit Schirm ist man pro Tag dabei. Im Meer liegen die Yachten prominenter Griechen vor Anker. Der Sand ist der feinste der ganzen Insel (glaube ich) und tagsüber wird entspannte Chill-Out-Music gespielt.

Elia Beach:
Die Alternative zu Kalafati. Elia Beach bietet viele günstige Liegen, eine gute Taverne und einige Wassersportaktivitäten. Außerdem ist der Sand sehr fein und der Strand besonders breit. Meiner Meinung nach super geeignet als Ziel für einen Tagesausflug, denn hier lässt es sich eine Weile aushalten!

Elia Beach

Natürlich ist das nur eine Auswahl der Strände, schließlich hat Mykonos davon noch viele weitere zu bieten. Doch ich möchte nur von denen sprechen, die ich selbst besucht habe. Dazu zählen die Strände im Norden nicht, denn sie sind größtenteils schlecht erschlossen und demzufolge auch nicht von Lifeguards bewacht. Außerdem sind die Nordstrände dem Sommerwind Meltemi ausgesetzt, der dort immer für eine kühle Brise sorgt.

Shopping:

Shoppen auf einer kleinen Insel im Mittelmeer? Ob man da von Shoppen überhaupt sprechen kann?? JA, man kann! Gleich am Abend nach unserer Ankunft machten wir uns mit dem Bus auf den Weg in die Hauptstadt. Mykonos-Stadt erwacht am Abend erst richtig zum Leben! Die kleine Altstadt kommt einem durch die unzähligen verschlungenen Gassen auf einmal riesig vor und an jeder Ecke kann man einen neuen individuellen Laden entdecken.

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Wir waren wirklich total überwältigt, mit einer solchen Vielfalt an Geschäften hatten wir nicht gerechnet. Aber als wären die kleinen wunderhübschen Lädchen nicht genug, haben wir sogar die großen Mode- und Schmuckhäuser wie LV und Chopard entdeckt!

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Für alle Shopaholics ist Mykonos demnach genau das Richtige. Was mir besonders gefallen hat, war die Vielseitigkeit und Individualität der Läden. Man findet selten einen Touri-Shop wie man ihn aus Berlin, London oder auch von der Ostsee kennt. Ihr wisst schon, die, wo man Schlüsselanhänger, Postkarten oder Schneekugeln mit Stadtsilhouette bekommt. Stattdessen nimmt man sich ein trendiges Einzelstück von der Insel mit Heim. Die bekommt man in Form von handgemachtem wunderhübschem Schmuck, mykonischen Designerrucksäcken und -taschen oder auch in allen Farbfacetten erhältliche Espandrilles.

Essen:

Für einen Lunch oder zum Abendessen finden sich scheinbar unzählig gute Möglichkeiten. Nahezu in jedem Ort  gibt es Tavernen die oftmals direkt am Strand gelegen sind. Wie schon erwähnt kann ich die am Kalafati Beach nicht so empfehlen. Das Essen mag nicht schlecht sein, aber sagen wir so  es war außen hui, innen pfui.

Das komplette Gegenteil dazu ist die Taverne Yialo-Yialo am Platys Gialos. Ich habe dort ungelogen die besten Spagetti Carbonara MEINES LEBENS gegessen!!! Ich bin überhaupt nicht darauf klargekommen, sie waren so übertrieben lecker. Das Personal ist auch sehr zuvorkommend, jung und sympathisch und das Restaurant sehr modern eingerichtet. Der Taverne gehört sogar ein Strandabschnitt an dem wir uns für einen Tag Liegen gekauft und uns den Beachservice gegönnt haben. Auf TripAdvisor findet man auch nur positive Bewertungen. Wirklich TOP.

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In Mykonos-Stadt konnten wir uns kaum entscheiden, welches Restaurant wir besuchen sollten. Leider fanden wir die meisten, aufgrund unserer fehlenden Orientierung und ihrer romantisch versteckten Lage einfach nicht wieder.

Für einen Lunch nach griechischer Art machten wir auf der Matogianni Street im „La Casa“ Halt. Ein anderes Mal bei „Souvlaki Story“. Beides kann ich nur empfehlen.

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An unserem letzten Abend besuchten wir die Marco Polo Taverne. Sie befindet sich gleich in einer Gasse an einem größeren Platz und ist deshalb leicht zu finden. Das Essen war auch hier sehr lecker und reichlich.

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Für einen Snack zwischendurch kann ich euch die AB Food Markets empfehlen. Ihr solltet wissen, dass die Lebensmittel auf Mykonos um einiges teurer sind als wir es aus Deutschland gewohnt sind. In diesem Supermarkt gibt es jedoch eine relativ große Auswahl zu moderaten Preisen.

Sights:

Mein erster Tipp für alle die Mykonos besuchen und entdecken wollen: mietet euch einen fahrbaren Untersatz. Ob nun eine Vespa, ein Quad oder doch ein Auto, letztlich bringt euch ein jedes ans Ziel. Wir haben unser Quad bei Moto Speed gebucht, denn sie sind die Einzigen die eine Vollkasko-Versicherung anbieten. Wenn ihr erstmal mobil seid kann die Erkundung so richtig los gehen. Die Busse fahren nämlich nur die zentralsten Punkte an. Mit dem Quad könnt Ihr ganz individuell entscheiden, wo es langgehen soll und somit kleinste Gassen entlang fahren und schöne Stellen erkunden.

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Für alle Pärchen lohnt sich die Fahrt zum Kap Armenistis. Dort erwartet euch der wohl romantischste Ort der ganzen Insel. Nicht viele nehmen den langen Weg bis an die Nordwestspitze auf sich, so waren wir beide sogar ganz alleine dort. Der alte und ein bisschen unheimlich anmutende Leuchtturm steht einsam und verlassen. Man blickt aufs weite Meer und verspürt das Gefühl völliger Freiheit.

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Ein weiteres Highlight ist der Sonnenuntergang über Mykonos-Stadt. Es gibt mehrere Plattformen die sich am Straßenrand der Serpentinen befinden. Von verschiedenen Ebenen kann man dann beobachten wie der Tag zu Ende geht. Zeitiges Kommen lohnt sich, denn die Park- und Sitzplätze auf den Mauern sind sehr rar.

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Sehenswert sind auch die fünf Windmühlen (Kato Mili). Sie bilden das Wahrzeichen Mykonos´ und sind gleichzeitig das beliebteste Fotomotiv der Gegend. Sie stehen auf einer Anhöhe am Meer nahe der Inselhauptstadt, aber man erreicht sie gut zu Fuß. Früher sollen es 10 Mühlen gewesen sein, die das Getreide aus den umliegenden Dörfern gemahlen haben.

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Wer so richtig Tourist sein möchte geht in eines der Cafés und Restaurants in Little Venice. Das Flair ist einzigartig und die Aussicht, vor allem beim Sonnenuntergang, traumhaft. Trotzdem fehlten mir bequeme Sitzgelegenheiten, hübsche Tischdeko und nettes Personal, weshalb wir dort nur kurz verweilten.

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Ein Ausflug der sich abermals lohnt ist eine Südküstentour mit einem Fischerboot. Ich empfehle euch dabei nicht das erst beste Angebot zu nehmen, sondern ein Bisschen rum zu schauen. Die Touren sind zwar nicht ganz günstig, aber man ist schließlich auch den ganzen Tag unterwegs, stoppt an verschiedenen (teilweise verlassenen) Stränden, geht mit etwas Glück bei günstigen Windverhältnissen sogar in den Drachenfelsen schnorcheln und der Lunch ist auch inklusive.

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Party:

Wer auf Mykonos Urlaub macht, muss einmal feiern gehen! Nicht ohne Grund zählen die Clubs zu den Top Ten der Welt. DJ´s wie Steve Aoki, David Guetta oder Avicii legen regelmäßig in den größten Clubs Cavo Paradiso und ParadiseClub auf. Wir waren im Cavo Paradiso und es war ein richtig guter Abend! Ich habe die ganze Nacht durchgetanzt, wie zuvor nur einmal in Hamburg, weil die Musik einfach so gut war!

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Nun solltet ihr hoffentlich richtig Lust auf Mykonos bekommen haben! Ich für meinen Teil könnte glatt nochmal hinfliegen. Die nächsten Urlaube sind allerdings schon geplant, schließlich gibt es noch viel mehr zu entdecken.

xoxo
In Liebe, Annegret. ❤

Berlin City Girl

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Hallo Ihr Lieben,

gibt es eine bessere Motivation für Prüfungen, als einen anschließenden Kurztrip? Naja, höchstens einen längeren Urlaub, aber in meinem Fall war der ja erst vor ein paar Wochen und deshalb war meine Freude trotzdem riesig, als es am vergangen Freitag, direkt nach den Prüfungen, in die Hauptstadt ging. Die Reise war ein Geschenk von meinem Freund und er hatte sich wirklich für ein sehr schönes Hotel entschieden. Wir waren im Albergo Sens City Hotel in Wilmersdorf. Nicht weit vom Kurfürstendamm und überhaupt, wie alles in Berlin, sehr gut und schnell mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

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Einerseits hatten wir ein richtiges Touriprogramm mit den üblichen Highlights wie Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie oder Bundestag geplant, andererseits wollten wir auch ein paar Insider und Hot Spots erkunden, von denen wir über Freunde, via Instagram oder aus Magazinen erfahren hatten.

So musste ich unbedingt auf den Wochenmarkt am Karl-August-Platz. Ich liebe solche Märkte weil man einfach alles bekommt und zudem auch noch aus der Region! Mein eigentliches Ziel waren jedoch nicht die Gemüse- oder Blumenstände, denn die kann ich auch in Leipzig haben. Nein, ich wollte zu Arielles Macarons.. es sollten die besten der Stadt sein, ABER ich kam leider nicht in den Genuss, denn die Macarons waren schon restlos ausverkauft. 😦

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Zu einem der Hot Spots zählte für uns auch Bikini Berlin – eine Shopping Mall der etwas anderen Art. Dort könnt ihr bei loungiger House-Music (die von hippen DJane`s live aufgelegt wird) fancy Mode von Jungdesignern kaufen oder internationale Marken kennenlernen, die in anderen Ländern bereits den Markt erobert haben. Mit etwas Glück könnt ihr auch einige einige bekannte Gesichter treffen, wie wir z.B. André Hamann.

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Ein Tipp, den ich außerdem gern an euch weitergeben möchte ist die Weserstraße in Neukölln. Dort kann man zu guten Preisen richtig lecker essen gehen. Ab 18 Uhr ist dort zudem so gut wie überall Cocktail Happy Hour und ihr bezahlt für jeden Cocktail nur 3,90 €.

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Nach dem Essen beim Mexikaner am Samstagabend machten wir uns noch auf den Weg in, besser gesagt auf, die Neukölln Arkaden. Dort befindet sich auf Parkdeck 6 der Klunkerkranich. Es ist eine Art Kulturdachgarten der tagsüber zum Gärtnern und Relaxen und abends zu wechselnden Kulturveranstaltungen wie Konzerten, Filmabenden oder Lesungen einlädt. Und den tollen Ausblick über Berlin gibts gratis. 😉

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Und nun noch ein Geheimtipp von mir für alle, die in den nächsten Wochen in Berlin sind. Besucht unbedingt die Boutique von

KILIAN KERNER in den HACKESCHEN HÖFEN – HOF III 

Mehr zufällig fand ich in den Laden von Kilian Kerner am Hackeschen Markt und konnte kaum glauben, dass seine Teile bereits ab 19,90€ zu haben sind. Für etwas mehr Geld bekommt man sogar die Looks vom Laufsteg, die auf den letzten Modeschauen präsentiert wurden. Ein Besuch dort ist wirklich lohnenswert, jedoch nur noch wenige Wochen möglich, denn der Laden wir bald an den Kurfürstendamm umziehen. Also schnappt euch schnell noch das passende Designerteil..

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Blazer – Zara  Top – Tally Weijl  Rock – New Yorker  Schuhe – H&M  Sunnies – FashionClub  Armband – Thomas Sabo

In Kürze folgt hier schon ein erfrischender Lifestylepost und ein ausführlicher Guide für Mykonos.

Bis bald, in Liebe Annegret.

New In for Summer

Fashion

Hallo ihr Lieben,

ging für euch die Zeit auch schonmal wie im Fluge vorbei? Vor 10 Tagen schlug ich meinen Filofax auf und konnte kaum glauben, dass der 19. Juni und somit auch mein Urlaub immer näher rückt. Eigentlich wollte ich diesen Post auch schon am Anfang der Woche veröffentlichen, doch inzwischen ist Freitag geworden und ich sitze in Wien am Airport und warte auf meinen Anschlussflug in den Süden.

Ich kam in den letzten Tagen kaum noch hinterher. Mir schien als würde die Uhr einfach mehrere Stunden überspringen. Ich eilte von Arbeit zum Friseur,  weiter zum Waxing, Fitness, Koffer packen.. ach und Uni war da ja auch noch.

Doch jetzt ist die Arbeit erledigt, die Haare geschnitten, die Beine glatt wie ein Babypopo, die Muskeln aufgepumpt 😀 und der Koffer aufgegeben. Nun heißt es nur noch die Seele baumeln lassen und die Zeit mit meinem Freund genießen.

Bevor ich mich allerdings unter der griechischen Sonne bräune, möchte ich euch hier noch eine kleine Auswahl meiner neuen Teile für den Sommer zeigen, welche ich natürlich auch eingepackt habe.

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Kleid bodenlang  – Primark   Schuhe – Tally Weijl (2013)

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Bikini  – Hollister   Häkelweste – Bershka

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Kleid bodenlang NewYorker   Sandalen Osco 
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Jumpsuit FashionClub   Clutch Primark   Sonnenbrille  – FashionClub 

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Tunkia – Malvin Hamburg via TK Maxx   Plateau Pumps Primark

Ich schicke euch sonnige Grüße aus Wien!

in Liebe, Annegret.

Citytrip to Prague

Lifestyle, Travel

Hallo ihr Lieben,

hattet ihr auch alle ein schönes Pfingstwochenende? Ich hatte glücklicherweise 5 Tage aufeinander frei und habe diese genutzt um mal wieder nach Dresden zu fahren. Ich nehme mir dann immer richtig viel vor um möglichst alle meine Freunde sehen zu können.

Am Freitag vor den Pfingstfeiertagen hatte ich so zum Beispiel noch ein farbenfrohes Fotoshooting mit einem befreundeten Fotografen. Wenn ihr neugierig auf die Resultate seid, dann folgt mir doch bei Instagram auf scandinavian_girl. Dort poste ich regelmäßig Bilder meiner tagtäglichen Erlebnisse.


Für den Pfingstsonntag hatten mein Freund und ich dann einen Tagsausflug nach Prag geplant. Wir starteten deshalb schon zeitig um den Tag ausgiebig in Prag nutzen zu können. Wir waren bereits schon mehrmals in Prag und kannten die Stadt deshalb schon ein Bisschen. Damals war es allerdings eher spontan mal so zum Shoppen und Bummeln. Diesmal wollten wir mehr von der Stadt sehen.

Nach 1 1/2 h Fahrzeit erreichten wir den P+R in Holesovice. Für den bewachten Parkplatz bezahlt man für den ganzen Tag dort nur 20 CZK (derzeit entspricht 1€ etwa 27 CZK) und hat eine super Anbindung an die Metro. Für eine Tageskarte bezahlt man umgerechnet 4,50€ und kann dafür den ganzen Tag bequem, schnell und unkompliziert von A nach B kommen. Geld wechseln ist übrigens auch direkt am Bahnhof möglich.

Mit der Metro fuhren wir keine 5 Minuten und konnten schon in der City am National Museum aussteigen. Das Museum steht direkt am Wenzelsplatz, dem wohl bekanntesten, aber  tatsächlich nur wenig an einen Platz erinnernden, Platz der Stadt. Namensgeber ist der Landespatron der tschechischen Bevölkerung, der Wenzel. Ihm hat man vor dem Museum ein Denkmal gewidmet.

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Wir liefen den Wenzelsplatz „hinunter“ und bogen, entgegen der Menschenmassen, links in eine Querstraße ein. So gelangten wir zur Lucerna-Passage. Sie beherbergt in verzweigten Flügeln Restaurants, Kinos, Geschäfte (u.a. einen süßen Dekoladen) und einen Ballsaal. Außerdem überraschte uns eine von der Decke hängende und ironisch anmutende Wenzelskulptur die bäuchlings auf einem toten Pferd thront.

Wir verließen die Passage und spazierten durch die versteckten kleinen Gässchen der Stadt.  Zufällig entdeckten wir so den Franziskanergarten, ein Stückchen Paradies inmitten der Großstadt. Brunnen, hohe Bäume und viele Bänke umsäumt von Rosenbüschen luden zum verweilen ein.

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Nachdem wir den Franziskanergarten durchquert hatten, stiegen wir wieder in die Metro und fuhren auf den Hradschin. Die Burg ist heute Präsidentensitz und lockt aufgrund zahlreicher Sehenswürdigkeiten wie dem St. Veits Dom oder dem goldenen Gässchen viele Besucher an. Wem umgerechnet 10,- € für den Eintritt in die goldene Gasse wert sind, der hat die Möglichkeit an Franz Kafkas Wohnhaus vorbei zu schlendern. Wir verzichteten jedoch auf die Besichtigung, der 11 Häuser. Stattdessen genossen wir den Ausblick von der Burg auf die Stadt. Man kann von oben tatsächlich ganz Prag überblicken. Wer eine Abkühlung braucht, bekommt die sogar auf der Burg in einem Open-Air Starbucks und den Mega-Ausblick von der Terrasse gibts gratis dazu.

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Über die Zamécké Schody Treppen stiegen wir wieder von der Burg hinab. Auf halbem Weg machten wir bei der wohl besten Trdelník-Bäckerei, wir hatten vorher noch kein besseres gegessen, der Stadt Halt. Durch unsere vergangen Aufenthalte in Prag  Den Duft der süßen Leckerei konnte man, ungelogen, bis hinauf auf die Burg riechen. Das Gebäck, zuvor mit Zucker, Zimt und Nusssplittern bedeckt, wird über offenem Feuer gebacken und kann nach Belieben auch mit Apfelmus, Nutella, Vanillepudding u.v.m. gefüllt werden.

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Nach dieser kleinen Stärkung besichtigten wir den Stadtteil „Kleinseite„. Das Viertel könnte malerisch kaum sein und erinnert mit seiner Architektur an das 18. Jahrhundert. Geleitet von den Rufen eines Pfaus, gelangten wir durch ein großes Tor in den wundervollen Garten des tschechischen Senats. Ähnlich wie der Franziskaner Garten auf der anderen Seite der Moldau, nur deutlich größer, eine weitere Ruheoase in der Stadt.

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Wir liefen weiter entlang der Moldau, unter der berühmten Karlsbrücke hindurch und erreichten so die Halbinsel Kampa und das sogenannte Prager Venedig. Hier entspannen bei schönem Wetter vor allem Einheimische auf den Wiesen. Da wir allerdings keine Zeit und Lust zum Verweilen hatten, kehrten wir um und überquerten die Moldau über die Karlsbrücke. Sie verbindet die Kleinseite mit der Altstadt.

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Die Altstadt wirkt durch die unzähligen Souvenirläden sehr touristisch und ist mancherorts leider viel zu überlaufen. Aber alle wollen nun mal die berühmte Sonnenuhr auf dem Altstädter Ring besichtigen oder die Teynkirche mit den Türmen Adam und Eva. Schließlich sind dies auch Sehenswürdigkeiten für die man, zumindest zum Schauen, mal nichts bezahlen muss.

Ich wollte mir unbedingt mal die Pariser Straße ansehen. Sie geht vom Altstädter Ring nördlich ab. Ich habe ihr liebevoll den Namen „Kurfürstendamm von Prag“ gegeben oder wäre Champs-Élysées treffender gewesen? Jedenfalls findet man dort, wie auf beiden benannten Straßen den Fashion-Luxus-Himmel. Sprich Valentino, Prada, Jimmy Choo, Dior, etc. Wer also einige Krönchen übrig hat, kann sie dort gut loswerden.

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Nicht weit von der Pariser Straße, etwas versteckt, befindet sich die spanische Synagoge. Sie ist im maurischen Stil errichtet und von innen üppig mit Gold ausgekleidet. Leider hatte sie nicht mehr geöffnet, als wir sie besichtigen wollten. Deshalb liefen wir weiter (östlich), durch den Pulverturm zum Platz der Republik. Dort befindet sich das Shopping-Center Palladium. Ich gehe dort, immer wenn ich in Prag bin, vor allem wegen Sephora hinein. UND weil ich die Riesenmacarons von  Patisserie Paul abstauben muss, denn ich liebe deren Vanillemacarons einfach über alles!

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Nachdem wir uns bei Macarons und  Frappucino etwas ausgeruht hatten, konnten wir feststellen, dass wir inzwischen schon allerhand gesehen hatten. Und gar nicht mehr viel auf dem Plan stand. Inzwischen war es aber auch schon 20 Uhr geworden.

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Wir verließen das Palladium und schlenderten „Am Graben„, eine Einkaufsstraße, entlang. Nach einem ausgiebigen Besuch bei Zara und Mango überkam uns dann aber der richtige Hunger. Unsere Suche nach traditionell tschechischem Essen, endete schließlich beim Italiener. Zu unserer Enttäuschung hatten die süßen kleinen tschechischen Bistros bereits geschlossen und so blieb uns nur der Gang in eines der überteuerten Touristenrestaurants übrig. Dort wird einem, „freundlicherweise“, schon das Trinkgeld mit 10% auf die Rechnung geschrieben und Salz, Pfeffer, Öl und Brot werden auch noch aufgeschlagen. Macht also besser einen großen Bogen um die Taverna Toscana auf dem Malé náměstí 11 wenn ihr mal in Prag seit.

Wer die Zeit genauer nimmt geht lieber im Feinkostgeschäft Zlatý kříž (Jungmannova 34) leckere tschechische belegte Brote essen. Oder zum Abschluss ähnlich stilbrüchig wie wir zu T.G.I. Friday´s (Am Graben 959). 

Nach dem Essen waren wir beide wirklich geschafft. Mein I-Phone sagte mir, dass ich über 20 km gelaufen war. Im Gegensatz zu meinen mickrigen 3 km an einem normalen Arbeitstag also wirklich enorm viel. Wir stiegen  deshalb gegen 23 Uhr wieder in die Metro und fuhren zurück nach Holesovice zu unserem Auto und anschließend nach Hause.

So ging ein ereignisreicher Tag zu Ende.

Uns hat übrigens der Marco Polo Reiseführer für Prag sehr weitergeholfen!


Was ich in letzter Zeit und besonders in Prag und Dresden gekauft habe, erfahrt ihr demnächst hier in meinem großen Sommer Haul. Und dann geht es für mich auch schon bald in den Süden.

Bis bald, Annegret.